
Der HERR wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg.
Jesaja 2, 4
Dieser Vers ist kein isoliertes Versprechen. Er ist das Herzstück einer Vision, in der Gottes verwandelnde Kraft die gesamte Schöpfung erneuert und Frieden, Gerechtigkeit und Liebe in jede Ecke der Erde ausbreitet. In der Vorschau auf die „letzten Tage“ beschreibt Jesaja, wie der Berg des Herrn über alle Berge erhöht sein wird und Völker aus allen Nationen nach Zion kommen, um Gottes Wege zu lernen. Weder Macht noch Militär, sondern das Wort Gottes allein ist es, das die Wende der Geschichte bringt. In Vers 4 wird Frieden aus dieser Quelle hervorgebracht.
Das Umschmieden der Schwerter geschieht nicht durch menschliche Diplomatie. Es ist das Ergebnis göttlicher Herrschaft. Das Bild des Umschmiedens wurde dabei bewusst gewählt. Schwerter sind nicht einfach verschwunden. Sie werden verwandelt. Ein Werkzeug des Todes wird zum Lebenswerkzeug umfunktioniert. Der Gott, dem wir dienen, macht lebendig, was tot ist. Er hat den gekreuzigten Jesus vom Tod auferweckt und ist stark genug, um selbst eine durch Krieg zerrissene Welt neu zu erschaffen.
Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auferlegen.
Galater 5, 1
Unterschätze niemals die Fähigkeit freier Menschen, sich selbst und andere ihrer Freiheit zu berauben.
Freiheit ist ein hohes, ein umkämpftes Gut. Wer möchte schon gerne unfrei sein? Wer möchte gerne Knecht sein und immer den Plänen und dem Willen eines anderen dienen?
Und doch ist dies alltägliche Realität. Menschen machen sich „freiwillig“ wieder unfrei. Sie machen sich abhängig von Meinungen und Regeln. Lassen sich einengen oder schnüren sich selbst ein.
Christus hat uns zur Freiheit befreit! Mit der Freiheit kommt die Unsicherheit. Wie soll ich mich verhalten? Woran kann ich mich orientieren? Regeln und Gesetze geben Sicherheit. Selbst wenn ich mich nicht immer an die Gesetze halte, weiß ich, was ich zu tun habe und wann ich eine Grenze überschritten habe. Dabei ist mein Blick auf die Grenze gerichtet, auf den Zaun, der meinen Handlungsspielraum einschränkt.


