Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.
5. Mose 6, 5
Januar: die Zeit der guten Vorsätze und der Neuausrichtung. Was soll mir im nächsten Jahr wichtig werden? Was will ich loslassen, was nehme ich mir vor?
Auch der Monatsspruch lädt zur Neuausrichtung ein, zu einem klaren Lebensfokus. Jesus wird dieses Gebot später als eins der beiden wichtigsten zitieren: Gott lieben und den Nächsten wie mich selbst (Markus 12,28-34). Juden rezitieren dieses Gebot morgens und abends. Es gehört zum „Shma Israel“, dem „Höre Israel“, das mit dem vorigen Satz beginnt: „Höre, Israel! Der HERR, unser Gott, der HERR ist einzig. Darum sollst du den HERRN, deinen Gott, lieben…“
Ein Gebot, an dem Juden und Christen ihr Leben ausrichten sollen. Aber kann man denn Liebe befehlen? Wie geht überhaupt Liebe zu Gott, was soll das praktisch bedeuten? Und ist dieser religiöse Totalanspruch – „mit ganzem Herzen“ – nicht übertrieben, vielleicht sogar gefährlich?